Mit den Jägern unterwegs

Michelle, Carim, Pascal und Leandro sind im Rahmen des «Pro Juventute Feienplausches» einen halben Tag unter kundiger Anleitung wie Lederstrumpf durch Zumikons Wälder gestreift. Und haben gelernt, wie man den Wald «lesen» lernt.

Text und Bilder: Willy Neubauer

Chili hält die Nase dicht am Boden und zieht lebhaft an der 10 Meter langen, roten Führleine. Chili ist der Schweisshund von Kurt Erni, dem Wildhüter von Zumikon. Die ältere Hundedame – ihre Schnauze ist schon ziemlich grau – ist in ihrem Element. Sie hat die Fährte aufgenommen, die Erni vor dem Mittag mit Rehblut gelegt hat. Und die führt quer durchs Unterholz neben dem Waldweg bis zum Rehfuss, der das verletzte Reh markiert. Erni beobachtet Chili während der Suche genau, die Hündin gibt ihm mit ihrem Verhalten Zeichen. Mit genügend Abstand, damit der Hund nicht abgelenkt wird, folgen die Kinder. Natürlich findet Chili den Rehfuss und wird gelobt. «Dort, wo ich Leine und Jacke abgelegt habe, erhält Chili ihre Belohnung, ihr Gutsi», erklärt Erni. «Schweisshunde spüren die Fährten verletzter Tiere auf und heissen so, weil das Blut der Tiere in der Jägersprache Schweiss heisst», doziert Erni weiter. Und die Ausbildung zum Schweisshund dauere rund vier Jahre, erfahren die Kinder weiter. Das Aufspüren verletzter Tiere sei eine der zeitraubendsten Arbeiten der Wildhüter – der Strassenverkehr fordere viele Opfer und Wildhüter müssten das ganze Jahr erreichbar sein. Es dauere manchmal Stunden, bis das verletzte Tier gefunden und mit dem Gnadenschuss erlöst werden könne. 

Das Rehbett neben dem Weg

Auf dem Weg zur Fährtenlegung erfahren die Kinder, dass Jäger auch Naturschützer sind, sie kennen Flora und Fauna des Waldes. Jägerin Bettina von Holzschuher hat interessante Stellen markiert, an denen man sonst achtlos vorbeigehen würde. Zum Beispiel junge Tännchen und Brombeersträuche, an denen Rehe sich gütlich getan haben. Oder Löcher in der Erde, die auf Fuchsbauten schliessen lassen. Wobei die Höhlen ursprünglich vom Dachs gegraben und dann vom Fuchs bezogen wurden. Sie zeigt ein Rehnest direkt unterhalb des Weges, in dem man noch Fussabdrücke des Tieres findet. Und sie erklärt, dass der Staat den Jägern jedes Jahr vorschreibt, wieviele Tiere erlegt werden müssen, um den Bestand in Grenzen zu halten. Denn weil die natürlichen Feinde wie Bär, Wolf und Luchs in der Schweiz praktisch ausgerottet sind, würden sich die Tiere so vermehren,  dass die Wälder darunter leiden würden.

Kugel fliegt fünf Kilometer weit

Nach der währschaften Wurst vom Grill, demonstrieren die Jäger den Kindern verschiedenen Gewehre. Man darf durch das Zielfernrohr schauen und das Plakat eines Fuchses ins Visier nehmen. Übrigens: das Schiessen mit Zielfernrohr kann für den Jäger schmerzhaft sein, erklärt Jägerin Bettina von Holzschuher. Sie hat ein einziges Mal das Zielfernrohr direkt ans Auge gehalten. Der Rückschlag hat ihr ein riesiges Veilchen und einen Cut an der Augenbraue beschert. Sie habe ausgesehen, wie wenn sie eine Runde gegen Klitschko geboxt hätte, abe sie habe die Lektion gelernt, meint von Holzschuher.Bei den Gewehren sind die Buben im Element und vernehmen staunend, dass die Kugel des grosskalibrigen Gewehrs fünf Kilometer weit fliegt. Langsam treffen die Eltern ein, um ihre Kids abzuholen. Diese haben viel gelernt. Und Chili, der Star des Tages, hat vier neue Freunde gewonnen.

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