Fetziger Country auf der Forch

Wieder einmal eroberte der Wilde Westen die Forch:  Just zum Ferienbeginn ging die 9. Countrty-Night der Flössergruppe Forch in der Schmalzgrueb vor ausverkauftem «Haus» über die Bühne.

Text und Bilder: Willy Neubauer

Ist die Schmalzgrueb das Nashville der Schweizer Countrymusic, die Lagerhalle der Firma Wyder das Thumbstone auf der Forch, wo der grosse Showdown der Western-Helden stattfindet? Geht da Lee Van Cleef, der Revolverheld aus vielen Sergio Leone-Western mit staksigen Schritten, den Stetson tief ins hagere Geiergesicht gezogen, zwischen den Bankreihen durch? Man glaubt sich im Filmstudio, wenn man all die Cowboys und –Girls auf den Bänken sitzen sieht, den Westernhut auch beim Essen auf dem Kopf, die Gesichter manchmal leicht schmerzverzogen, weil die Cowboystiefel ungewohnt sind und auf die Hühneraugen drücken. Dabei findet einfach die 9. Country-Night Forch statt und die rund 1000 Besucher erwarten in der riesigen, pumpenvollen Halle den Auftritt von «Tuff Enuff», der Country-Formation, die sich letztes Jahr unter anderem aus ehemaligen Musikern der Sunday-Skifflers neu gebildet hat. Die Band spielt soliden Country, Rock und Blues, die sechs Protagonisten überzeugen musikalisch, sind aber noch nicht zur perfekten Einheit zusammengeschweisst. Diesen Eindruck bestätigt auch Peps Dändliker, der mit seinem Waschbrett den Sound interessant aufmischt. Bekannte Titel wie «Folsom prison blues», «San Antonio blues» und vor allem «Bad Leroy Brown» in der ersten Hälfte und nach der Pause «Ride the river», «I walk the line» und «Route 66» zeigen auf, zu was die Band fähig ist. Nur bei «Blueberry Hill» wird der Schmelz in der Stimme von Fats Domino schmerzlich vermisst.

Flösser mit Popeye auf der Thur

Jetzt taucht ein Problem auf. Es kommen noch immer Gäste, die ein Ticket für die längst ausverkaufte Veranstaltung ergattert haben, aber keinen Sitzplatz mehr finden. «Sagt den Leuten auf den Bänken, sie sollen enger zusammenrücken», rät «Schröti» Urs Schröttenthaler, der Oberflösser. Wie kommen «Flösser» dazu, auf der Wasserscheide und nicht am Fluss zu hausen und Country-Anlässe zu organisieren? «Wir sind eigentlich 11 ganz normale Männe, die alle zwei Jahre einmal ausflippen, ein verrücktes Floss bauen und damit am Flossrennen auf Sitter und Thur von Degenau bis Kradolf teilnehmen. Diesen Wettbewerb gibt es seit 25 Jahren, wir haben neun Mal teilgenommen und heuer mit dem Floss «Popeye, der Spinatseemann», das wir zum 80. Geburtstag der Comic-Figur gebaut haben, den dritten Rang erreicht. Zuvor Haben schon Flösse wie «Tutenchamun» oder «Viagra», auf dem die Wirkung dieser Pille an einem Riesen auf dem Floss demonstriert wurde, die Flüsse im Thurgau unsicher gemacht», schmunzelt Schröttenthaler. Um die aufwändigen Konstruktionen zu finanzieren, organisieren die Flösser alle zwei Jahre die Counrty-Night. «Natürlich liegt auch noch ein Fest drin für alle Helfer der Country-Night», bemerkt Schröttenthaler abschliessend.

Country bis nach Mitternacht

Ein Ruck geht durchs Publikum, Rolf Raggenbass und seine Country Heart Band entern die Bühne. «Darauf habe ich gewartet», meint Gaston Guex, der Zumiker Sicherheitsvorstand, der mit seiner Partnerin Silvana Rossi den Abend geniesst. «Tuff Enuff war zwar gut, aber die Ausstrahlung und Professionalität von Raggenbass und seiner Band sind schon Klasse. Ein Kränzchen winden möchte ich den Organisatoren, die einen riesigen Aufwand betreiben und perfekten Service bieten», zieht Guex sein Fazit.

Schon kurz nach acht Uhr beginnen die ersten Line-Dance-Formationen mit ihrem Tanz, der so einfach aussieht, aber einem Ungeübten Knoten in den Beinen beschert, um halb zehn tanzen die ersten auf den Bänken. Die Stimmung ist mitreissend. Plötzlich kündigt Rolf Raggenbass an, dass eine junge Frau in der Halle ihren 19. Geburtstag feiert. Das ganze Auditorium erhebt sich und singt «Happy Birthday», derweil das Geburtstagskind, Bianca Wenger aus Zumikon, schwerbeladen durch die Halle wetzt, sie ist eine der vielen Helferinnen im Service. 

Rolf Raggenbass and Guests

Raggenbass spielt die bekannten Standards seines Programmes, wobei «Me and Bobby McGee», von Gitarrist Silvio Fantauzzi interpretiert, das Auditorium ungemein berührt. Und dann betritt «The one and only», Nigel ELVIS Kingsley die Bühne. Begleitet von den Country Hearts und Raggenbass singt er die bekannten Elvis-Hits, mit einer Schmalzlocke wie der grosse Meister und dem nötigen Schmelz in der Stimme bei «Love me tender». Nur der Hüftschwung, mit der grosse Meister einst seine weiblichen Fans zur Ekstase trieb, fehlte. Dafür hatte der Imitator zu viele Rundungen um die Hüften.

Nach dem zweiten Set des Zumikers mit den Mundart-Titeln seiner neuen CD «Läbe und läbe laa», das vom Publikum begeistert aufgenommen wird, betritt Carmen Fenk die Bühne. Die Siegerin der ersten Musicstar-Staffel erobert die Herzen des Publikums im Sturm. «Jackson», oder «Cold cold heart» im Duett mit Raggenbass fahren gehörig ein. Was für eine gewaltige Stimme, welcher Ausdruck in der Interpretation!  Jetzt ist auch Bernhard Bühler, ehemals Lehrer in Zumikon und heute Gemeinderat von Küsnacht, zufrieden. Er ist gekommen, um Raggenbass und Fenk zu hören und führt seinen Cowboyhut spazieren wie der Sicherheitsvorstand von Küsnacht, Noldi Reithaar, auch er bekennender Fan des Zumiker Countrystars, der mit seiner Partnerin einen unterhaltsamen Abend verbracht hat.

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